30.01.2025
Finanzielle Bildung für die Zukunft: Wie Eltern und Schulen Kinder auf das Investieren vorbereiten können
Investieren – für viele klingt das nach etwas Kompliziertem, das nur für Erwachsene geeignet ist. Aber was wäre, wenn wir die Grundlagen schon als Kinder lernen könnten? Unsere Untersuchungen zeigen, dass dies selten der Fall ist, obwohl viele Eltern die Bedeutung des Themas erkennen. Und darin liegt eine Chance, die wir nicht verpassen sollten.
Es beginnt daheim
Die meisten von uns haben in ihrer Kindheit wenig bis gar nichts über das Investieren gelernt – eine Meinung, die von 74 % der Befragten geteilt wird. Allerdings sind Familiengespräche oft der erste Kontaktpunkt. Für 61 % fand das erste Gespräch über Geld und Investitionen im Familienkreis statt.
Während viele Befragte das erste Gespräch über Geld und Investitionen zu Hause führten, gingen nur wenige Eltern einen Schritt weiter. Weniger als 9 % unterstützten ihre Kinder aktiv bei ihren ersten Anlageentscheidungen und nur 16 % ermutigten sie, eigene Anlagekonten zu eröffnen.
Es gibt jedoch Hoffnung. Mehr als die Hälfte (56 %) der Eltern ist der Meinung, dass es «sehr wichtig» ist, ihren Kindern Finanzwissen zu vermitteln. Aber wie kann dies erreicht werden? Die Antworten sind so vielfältig wie die Familien selbst – und oft genügt ein kleiner erster Schritt.
Infografik 1: Hast du in deiner Jugend etwas über das Anlegen gelernt?
Infografik 1: Hast du in deiner Jugend etwas über das Anlegen gelernt?
Infografik 2: Wie haben Familienmitglieder dir etwas über das Anlegen beigebracht?
Infografik 2: Wie haben Familienmitglieder dir etwas über das Anlegen beigebracht?
Was Schulen besser machen können
Während Eltern den Grundstein dafür legen, dass ihre Kinder etwas über Geld und Investitionen lernen, könnten Schulen den nächsten Schritt tun. Schliesslich verbringen Kinder einen Grossteil ihrer Zeit dort. Und die meisten Befragten (83 %) wünschen sich, dass in der Schule mehr über Sparen, Budgetierung und Investitionen gelehrt wird.
Leider geschieht dies nur selten. Nur 9 % gaben an, in der Schule etwas über Investitionen gelernt zu haben, und fast 79 % wünschten, das Thema wäre ausführlicher behandelt worden.
Welche Themen sind am wichtigsten? Die Umfrage hebt Sparen und Budgetplanung (88 %), Altersvorsorge (64 %) und Investitionen (71 %) als oberste Prioritäten hervor. Es geht nicht nur um Theorie. Praktische Beispiele und Szenarien aus dem echten Leben könnten Schülern helfen, Zusammenhänge zu verstehen und das Gelernte im Alltag anzuwenden.
Eltern: die besten Lehrer fürs Leben
Wenn es um finanzielle Bildung geht, sind Eltern unangefochten führend. Über 62 % der Befragten sehen sie als wichtigste Wissensquelle, weit vor Online-Ressourcen (13 %) oder Schulen (12 %).
Das ist nicht überraschend. Kinder lernen viel, indem sie Erwachsene beobachten. Wenn Eltern offen über Geld sprechen, ihre eigenen Erfahrungen teilen oder ihre Kinder ermutigen, kleine Beträge zu investieren, hat das eine enorme Wirkung.
Wissen allein reicht nicht – Erfahrung zählt
Natürlich ist Wissen der erste Schritt. Aber es bleibt oft theoretisch, wenn es nicht in die Praxis umgesetzt wird. Hier können Eltern und Schulen zusammenarbeiten.
Viele Eltern sind bereits aktiv geworden: 58 % der Befragten haben im Namen ihrer Kinder investiert. Dies spiegelt ihren Glauben an die Bedeutung des langfristigen Vermögensaufbaus wider. Aber es gibt noch Raum für Verbesserungen. Nur 21 % der Eltern sprechen zu Hause über aktuelle Marktentwicklungen und weniger als 4 % nutzen praktische Beispiele, um ihre Kinder an das Thema heranzuführen.
Hier liegt eine grosse Chance: Einfache Gespräche, die Eröffnung eines ersten Anlagekontos oder spielerische Ansätze können nicht nur die Neugier wecken, sondern Kinder auch auf den richtigen Weg bringen.
Infografik 3: Welche Themen sollten deiner Meinung nach in der Finanzbildung an Schulen enthalten sein?
Infografik 3: Welche Themen sollten deiner Meinung nach in der Finanzbildung an Schulen enthalten sein?
Gemeinsam für eine intelligente finanzielle Zukunft
Eines ist klar: Wenn Eltern und Schulen an einem Strang ziehen, können sie Kinder optimal vorbereiten – nicht nur auf den Umgang mit Geld, sondern auf das Leben insgesamt. Offene Gespräche, praktische Bildung und ein bisschen Mut zum Ausprobieren könnten eine neue Generation hervorbringen, die selbstbewusst die Kontrolle über ihre Finanzen übernimmt.
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Als einer der führenden Online-Broker Europas sehen wir es als unsere Verantwortung, erheblich in die Finanzbildung zu investieren und die Finanzkompetenz in unseren Communities zu verbessern, indem wir Barrieren abbauen, die Kleinanleger davon abhalten, ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Oliver Behrens, CEO von flatexDEGIRO
DEGIRO veranstaltet jedes Jahr Hunderte von kostenlosen Webinaren auf verschiedenen Niveaus, bietet ein umfangreiches Online-Wissenszentrum auf degiro.ch an und hält seine Kunden über die eigene Plattform und über soziale Medien über das Marktgeschehen auf dem Laufenden. Darüber hinaus hat DEGIRO den Dokumentarfilm True Stories of Investing entwickelt, um die Kapitalmärkte zu entmystifizieren, und arbeitet bei Veranstaltungen und Inhalten mit Frauencommunities zusammen, um die Barrieren und Vorurteile abzubauen, die insbesondere Frauen vom Investieren abhalten.
Methodologie
Diese Studie wurde im Oktober 2024 von DEGIRO unter 350 Schweizer Anlegern durchgeführt. Ziel war es, besser zu verstehen, wie Finanzbildung vermittelt wird und welche Rolle Eltern, Schulen und andere Quellen in diesem Prozess spielen.
Die Informationen in dieser Pressemitteilung sind nicht zu Beratungszwecken verfasst. Anlegen birgt Risiken. Du kannst deine investierten Mittel verlieren.
Anmerkung:
Investieren ist mit Risiken verbunden. Sie können Ihr investiertes Geld verlieren. Dies ist keine Anlageberatung. Berücksichtigen Sie Ihre Kenntnisse und Erfahrung, wenn Sie Anlageentscheidungen treffen.
Investieren birgt Verlustrisiken.